Stadt Krems hat neuen Baudirektor mit Reinhard Weitzer. Drei Architekten im neuen „Gestaltungsbeirat“ in Krems.

Nach acht Jahren hat die Stadt Krems wieder einen Baudirektor. Ab Anfang Jänner wird Reinhard Weitzer, gebürtiger Senftenberger, das Amt führen. Der neue Baudirektor soll eine qualitätsvolle bauliche Stadtentwicklung in Krems in Verbindung von Tradition und Moderne gewährleisten. Außerdem beschloss die Stadt Krems die Einsetzung eines neuen Architektur-„Gestaltungsbeirats“, dem die Architekten Anne Mautner Markhof, Ernst Josef Fuchs und Johann Traupmann angehören werden.
Stadt Krems hat neuen Baudirektor: Reinhard Weitzer
Stadt Krems hat neuen Baudirektor: Reinhard Weitzer (2.v.r.). Im Bild mit Bgm. Reinhard Resch, Vbgm. Wolfgang Derler, Vbgm. Gottfried Haselmayer und StR Wolfgang Krammer
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Nach acht Jahren hat die Stadt Krems wieder einen Baudirektor. Ab Anfang Jänner wird Reinhard Weitzer, gebürtiger Senftenberger, das Amt führen. Parallel zur Bestellung Weitzers beschloss der Kremser Gemeinderat die Einsetzung eines neuen „Gestaltungsbeirats“ mit drei namhaften Architekten, der bei wichtigen Bauvorhaben in der Stadt künftig eingebunden werden soll. Die Wiederbestellung eines Bau­direktors war eines der wichtigsten Vorhaben, die sich die neue Stadt­re­gie­rung in Krems für dieses Jahr zum Ziel gesetzt hatte.

Krems braucht qualitätsvolle bauliche Stadtentwicklung

Die Stadt Krems habe, sagte Bürgermeister Reinhard Resch, als „Welt­kul­tur­erbe­stadt und Musterstadt der Denkmalpflege“ eine besondere Verantwortung für eine qualitätsvolle bauliche Stadtentwicklung. Daher sei die Stadtpolitik gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, einen neuen Baudirektor zu bestellen. „Die landschaftliche, strukturelle und kulturelle Vielfalt unserer Stadt erlegt uns in dieser Hinsicht be­son­ders hohe Ansprüche auf.“

Bgm. Resch: „Reinhard Weitzer entspricht den hohen Anforderungen“

Nach Ausschreibung der Stelle und einem Bewerbungsverfahren, dem sich 15 Bewerber unterzogen, wurde Diplomingenieur Reinhard Weitzer ausgewählt und vom Gemeinderat einstimmig als neuer Baudirektor bestätigt. „Ich bin überzeugt“, so Bürgermeister Reinhard Resch, „dass Diplomingenieur Reinhard Weitzer diesen hohen Anforderungen entspricht.“

Aufgrund seines beruflichen Werdegangs, so Bürgermeister Resch, seiner Ausbildung, seiner fachlichen und sozialen Kompetenz würde Reinhard Weitzer die gewünschten und notwendigen Qualifikationen in die Position als Baudirektor einbringen. Sehr positiv sei außerdem, dass Weitzer als gebürtiger Senftenberger die Stadt Krems sehr gute kenne.

Reinhard Weitzer – geboren in Krems-Senftenberg

Reinhard Weitzer wurde 1970 in Krems-Senftenberg geboren. Er be­such­te die Kremser HTBLA (Restaurierung und Ortsbildpflege). An der TU Wien studierte er Raumordnung und Raumplanung. Seit dem Jahr 2000 leitete er zuletzt im Regionalmanagement NÖ als Geschäftsführer den Re­gi­o­nal­verband NÖ-Mitte und wohnt er mit seiner Familie (ver­hei­ra­tet, zwei Kinder) wieder in Senftenberg.

Vbgm. Derler: „Optimale Stadtentwicklung in Verbindung von Tradition und Moderne“

Mit der Wiederbestellung eines Baudirektors setze die Stadt jetzt eine lang­jährige Forderung um, sagte Vizebürgermeister Wolfgang Derler. Es habe sich gezeigt, dass die Kremser Bürger „sehr sensibel auf das Baugeschehen in der Stadt“ reagierten. Daher sei es sinnvoll, wieder einen Baudirektor einzusetzen, dessen Aufgabe es sei, eine „optimale Stadtentwicklung in Krems in Verbindung von Tradition und Moderne“ zu ge­währ­leisten.

Die Aufgaben des neuen Baudirektors und der neue Architektur-„Gestaltungsbeirat“

Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer, zugleich auch Baureferent, umriss die Auf­ga­ben und Kom­petenzbereiche des neuen Baudirektors in Krems. Als Schlüsselaufgaben Reinhard Weitzers nannte er die Be­glei­tung sämt­licher behördlicher Bauvorhaben und Vergabeverfahren und die Koordination der anlagenrechtlichen Genehmigungsverfahren. Als „äußerst wichtige“ Aufgabe des neuen Baudirektors für Krems be­zeich­nete Hasel­mayer außerdem die Zusammenarbeit mit dem Bun­des­denk­mal­amt.

Ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich des neuen Baudirektors sei zudem die weitere Gestaltung des Kremser Bürgerbeteiligungsprozesses der „Zukunftskonferenz“ hin zum „Stadtentwicklungskonzept 2030“ und die Koordination und Mitwirkung des Baudirektors im neuen Kremser Architektur-„Gestaltungsbeirat“, in den die Architekten Anne Mautner Markhof, Ernst Josef Fuchs und Johann Traupmann berufen werden.

Volle Zustimmung im Gemeinderat für Reinhard Weitzer

Auch Krems Wirtschaftsstadtrat Erwin Krammer betonte die Not­wen­dig­keit eines Baudirektors als „Klammer“ und Koordinator von Stadt­pla­nung, Anlagenrecht und Infrastruktur. Insbesondere auch bei großen Bauvorhaben in Krems. Weitere Schwerpunkte des neuen Baudirektors seien außerdem die Begleitung von Hoch­bau-Vor­ha­ben und der Pla­nun­gen der Verkehrs- und Parkinfrastruktur. Als sehr positiv hob Erwin Krammer hervor, dass sich auch der Gemeinderat einstimmig für Reinhard Weitzer als neuen Stadtdirektor ausgesprochen habe.

Reinhard Weitzer: Neue Aufgabe für ihn „echte Herzensangelegenheit“

Die Entscheidung der Stadt Krems für einen neuen Baudirektor wurde bei einer Pressekonferenz im Rathaus Krems Ende September präsentiert, an der auch Reinhard Weitzer selbst teilnahm. Seine neue Aufgabe als Baudirektor von Krems sei umfassend und herausfordernd, betonte Weitzer, aber für ihn „eine echte Herzensangelegenheit“, auch weil er nun auch beruflich nach Krems zurückkehren könne.

„Krems hat in vorbildlicher Weise die Bevölkerung eingebunden“ – die Zukunftskonferenz

Seine beruflichen Qualfikationen und Erfahrungen würden in starkem Maße den gestellten Anforderungen an den Baudirektor entsprechen. Großen Wert würde er, betonte Reinhard Weitzer, auf Kommunikation und Dialog legen.

„Die Stadt Krems hat in vorbildlicher Weise“, sagte er weiters, „mit der Zukunftskonferenz den Weg ein­ge­schla­gen, die Bevölkerung bei der Ge­stal­tung des gemeinsamen Lebensraumes einzubinden.“ Das künf­tige „Stadtentwicklungskonzept 2030“ soll aus der Zukunftskonferenz heraus „als breit getragene strategische Leitlinie“ nun weiter kon­kre­ti­siert werden.

Servicequalität der Baugenehmigungsverfahren prüfen

Den neuen Architektur-„Gestaltungsbeirat“ der Stadt Krems sehe er als wichtige, sehr wertvolle Einrichtung, der namhafte Architektinnen und Architekten angehören. „Ich freue mich auf deren Mitwirkung und den fruchtbaren Dialog“, sagte Weitzer.

Ein erstes konkretes Vorhaben für nächstes Jahr sei die Prüfung der „Ser­vi­ce­qua­li­tät in den Baugenehmigungsverfahren“. „Wir wollen Bau­wer­ber, Planer und Bau­träger befragen“, um eine „repräsentative Außenansicht zu erhalten und Verbesserungsvorschläge definieren zu können“.

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weitere Infos unter:
www.krems.gv.at

zur Person Reinhard Weitzer:

DI Reinhard Martin Weitzer, geb. am 20. Oktober 1971 in Krems, lebt in Senftenberg, verheiratet, zwei Söhne

Ausbildung

1991: Matura an der HTBLA Krems, Abteilung Restaurierung und Ortsbildpflege

bis 1998: TU Wien, Raumplanung und Raumordnung

1998-2000: ARGE Bildungsmanagement: Mediationsausbildung mit Schwerpunkten öffentlicher Bereich und Wirtschaftsmediation

Beruflicher Werdegang

1998-2000: Emrich Consulting, Fachbearbeiter Projekte in Stadterneuerung und Regionalplanung, Raumverträglichkeitsgutachten

2000-2004: Regionalmanagement NÖ-Mitte-West, Regionalmanager und Geschäftsführer des Regionalen Entwicklungsverbandes NÖ-Mitte

seit 2004: Regionalmanagement NÖ: Regionalmanager NÖ-Mitte und Geschäftsführerr Regionalsverband NÖ-Mitte

Auszeichnungen

Preisträger „Meilenstein – Dr. Erwin-Pröll-Zukunftspreis 2012“, Kategorie Kultur und Qualifikation, für das Projekt „Kommunales Bildungsmanagement NÖ“

Österreichpreisträger Europäischer Bürgerpreis 2013 für Veranstaltungsreihe „Europa & Wir – Dialog der Generationen“ (siehe dazu den Artikel in magzin.at)

Foto: © Stadt Krems
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